Sächsischer Amateurtheater-Preis 2012

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Preisträger 2012: Juniorcompany der Jüngeren des Leipziger Tanztheaters
„TQUATIEQUASSEL“
Tanzstück von Brit Böttge

Auszug aus der Laudatio:
"Es sind kleine, in sich geschlossene Geschichten, Begebenheiten, Situationen, unterstützt von einer ungemein feinen und differenzierten elektronischen Musik, einem nuancenreichen Licht, auch Nebelwolken… Nicht zu vergessen die dezent farbenfrohen Kostüme, die von feenhaften Schlafgewändern, Tüchern, Schleifen bis vielleicht modischem Hosenanzug auf dem ersten Schulball reichen…
Vielfältige Assoziationen stellen sich ein, nie vordergründig, ohne Achtungszeichen, immer verwoben in Poesie, Angemessenheit, Fantasie. Assoziationen zu konkreter Lebensrealität der Heranwachsenden: Allzu Geordnetes, Genormtes oder Beengendes der Erwachsenenwelt vielleicht, Schule, erwachende Pubertät… Materielles greift auf die Kinder zu… Das bedeutungsvolle Paket: Geschenk- oder Warensendung? Erfüllung eines Wunsches? Saint- Exupérys gemaltes Schaf in der Schachtel?... Bewegungen werden roboterhaft, eckig, bedrohlich, abweisend… Anspruch auf Besitz, Streit, Kampf, Entzweiung… Das Mädchen sitzt am Ende siegreich und erschöpft am Bühnenrand. Mit zwei Paketen. Allein."
Zur Gruppe Leipziger Tanztheater

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 Fotos: LATS

Lobende Anerkennungen 2012: Spielbühne Freital
"Der satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch“ von Michael Ende
Regie: Mario Grünewald    

Auszug aus der Laudatio:    
"Mit der Inszenierung von Mario Grünewald „Der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ bereitet das Ensemble der Spielbühne Freital dem Publikum, insbesondere den Kindern, im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft vergnügliche Stunden. [...] Die Darsteller agieren mit so viel Saft, Witz und Spielfreude, dass es ein Spaß ist zuzuschauen. Dabei schaffen sie es, ganz präsent zu sein, aus dem Moment heraus die Situationen zu entwickeln, wirklich miteinander zu spielen und auch auf Unvorhersehbares (ein schreiendes Baby oder den offenen Schnürsenkel) einzugehen und es in die Handlung mit einzubinden. [...] Die Regie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie es schafft, den Darstellern brauchbares Handwerkszeug mitzugeben und sie dabei zu unterstützen, ihrem „Affen Zucker“ zu geben, so dass sie dadurch ganz frei erscheinen."
Zur Gruppe Spielbühne Freital

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Lobende Anerkennungen 2012: Cammerspiele Leipzig
"Shoppen & Ficken" von Mark Ravenhill
Regie: Elisa Jentsch    

Auszug aus der Laudatio:
"Mit 'Shoppen&Ficken', diesem mittlerweile über 20 Jahre alten Klassiker des provokanten Theaters, haben sich die DarstellerInnen um die Regisseurin Elisa Jentsch einer schweren Aufgabe gestellt, an der man nur allzu leicht scheitern kann. [...] Dieser Herausforderung stellt sich das Ensemble der Cammerspiele beherzt und mit großem Mut. [...] Eine Umsetzung, die uns als Jury beeindruckt hat."
Zur Gruppe Cammerspiele Leipzig

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2013 waren Heike Ostendorp, Schauspielerin (Berlin/ Bautzen), Prof. Bernd Guhr, Professor für Schauspiel i.R. an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig – Schauspielinstitut „Hans Otto“ (Leipzig) und Michael-Paul Milow, freier Regisseur, Theaterpädagoge, Schauspieler, künstlerischer Leiter des Greizer Theaterherbstes (Chemnitz) Mitglieder der Jury. Die Preisverleihung für die beste sächsische Inszenierung 2012 erfolgte im Rahmen der 15. Sächsischen Amateurtheatertage 2013 in Freital.